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Projekte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und M-V

Aktuelle Projekte in der Gemeindepsychiatrie Mecklenburgische Seenplatte

Perlentaucher - Beratungsstelle für Kinder psychisch belasteter Eltern

Die Beratungsstelle "Perlentaucher" wird bis zum 31.12.2020 vom Ministerium für Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg Vorpommern gefördert und steht Familien aus dem gesamten Landkreis mit folgenden Leistungen zur Verfügung:

◾anonyme Erstberatung
◾Informationen über die psychische Krankheit und deren Auswirkungen
◾thematische Gruppenarbeit
◾pädagogisch geleitete Projektangebote
◾Beratung von Eltern und sozialem Umfeld bzgl. der psychischen Entlastung der Kinder
◾Präventionsangebote & fachliche Beratung
◾Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der AWO-Vielfalt unter  https://www.awo-vielfalt.de/awo-vielfalt/beratung/beratungsstelle-fuer-kinder-psychisch-kranker-eltern.html (externer Link)

Kontakt:
T.E.S.A. Waren
Friedensstr. 7
17192 Waren
Telefon: 03991/ 1879532
E-Mail: perlentaucher@awo-vielfalt.de


"Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule"


Die Schule ist für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Lebens- und Erfahrungsraum. Schüler*innen verbringen hier einen Großteil ihrer Zeit. Unumstritten ist, dass Schule die Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst. Schulen haben nicht nur einen Bildungs- sondern auch einen Erziehungsauftrag.  

In der AG Schule, Ausbildung, Beruf des GPV (Adoleszentennetzwerk der PSAG Kinder, Jugendliche und Familien) stehen die unterschiedlichen schulischen und beruflichen Lebenswelten von Adoleszenten im Fokus. Ein Ergebnis der Arbeitsgruppe ist, dass das Thema seelische Gesundheit im Unterricht und in Projekten viel häufiger thematisiert werden sollte. Viele Jugendliche erleben diese Altersphase zumindest punktuell als krisenhaft und viele psychische Erkrankungen treten das erste Mal im Lebensabschnitt der Adoleszenz auf. Es ist also sehr wichtig, dass in Schulen eine Sensibilität für psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen besteht und weiter ausgebaut wird. Denn so kann ein Raum geschaffen werden, in dem sich alle gut aufgenommen und sicher fühlen und Unterstützung in Krisen bekommen können. Mittlerweile gib es zahlreiche Präventionsprogramme und Schulprojekte, die das Thema Seelische Gesundheit in Schulen bringen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e. V. (LSP) soll ab diesem Jahr das Präventionsprogramm „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ in den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geholt werden.

Das Präventionsprogramm „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ platziert das Thema Seelische Gesundheit in Schulen. Dabei werden einfache und wirksame Wege aufgezeigt, wie Schüler*innen und Lehrkräfte gemeinsam Krisen meistern und seelische Gesundheit stärken können, damit alle gut die Schule schaffen. 

Das Präventionsprogramm richtet sich an Schüler*innen ab der Klassenstufe 8 der Sekundarstufe I/II und ihre Lehrkräfte sowie an Auszubildende in Berufsschulen und ihre Ausbilder*innen. Es besteht aus einem Schultag mit 5-6 Stunden und wird klassenweise durchgeführt.

Im Sinne des sogenannten Setting-Ansatzes der Verhaltensprävention werden unter direkter Beteiligung der Schüler*innen die jeweiligen Gesundheitspotenziale und -risiken ermittelt und Veränderungen angestoßen. „Verrückt? Na und!“ ist als niedrigschwellige Einstiegsintervention konzipiert. Ausgangspunkt sind die Lebenserfahrungen der Schüler*innen. Häufige Themen sind Prüfungsstress, Mobbing, Schulleistungen, Belastung durch Krankheit, Suizid, psychisch und suchtkranke Eltern, Drogen, Alkohol sowie Zukunftssorgen.

Das Programm liegt in der Hand von Irrsinnig Menschlich e. V., die konkrete Umsetzung erfolgt durch regionale Kooperationspartner, sog. Regionalgruppen.

Weitere Informationen zum Präventionsprogramm „Verrückt? Na und! Seelisch fit in der Schule“ finden Sie unter: www.irrsinnig-menschlich.de

Die Mitarbeitenden des LSP beantworten darüber hinaus gerne weitere Fragen zum Thema. An einer Mitarbeit interessierte Anbieter können sich gerne an Anke Wagner vom LSP (anke.wagner@sozialpsychiatrie-mv.de) wenden.

LaKo KipsFam: Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien

Am 01.07.2020 begann die durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern und das Ministerium für Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern geförderte 3-jährige Projektlaufzeit der Landeskoordination: Kinder aus psychisch und/oder suchtbelasteten Familien (LaKo KipsFam). Der Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e. V. (LSP M-V) und die GGP Gruppe Rostock bilden innerhalb der Landeskoordination eine Tandempartnerschaft.
Vorrangiges Ziel der Landeskoordination ist die Entwicklung eines gemeinsamen Konzeptes zur Verbesserung der Situation von Kindern in psychisch und/oder suchtbelasteten Familien in Mecklenburg-Vorpommern.

Der LSP M-V möchte eine Sensibilität für die Zielgruppe in der Fachöffentlichkeit flächendeckend in M-V befördern und eine Ansprechbarkeit für diese Thematik generieren.
Die Landeskoordinierung umfasst folgende Projektschwerpunkte:

  1. Etablieren einer Kommunikationsstruktur und Kommunikationskultur,
  2. Aufbau und Unterstützung von Kooperationen,
  3. Entwicklung eines interdisziplinären Fortbildungskonzeptes,
  4. Aufbau eines Monitorings und Durchführung einer Evaluation.

In einem ersten Schritt haben die Tandempartner im 4. Quartal 2020 gemeinsam mit vielen Partner*innen einen Newsletter entwickelt, in dem aktuelle Entwicklungen regional sowie überregional aufgezeigt werden. Der Newsletter wird quartalsweise veröffentlicht.

Den Newsletter können Sie auf der folgenden Webseite abonnieren: www.sozialpsychiatrie-mv.de

Darüber hinaus sind Plattformen entstanden, die einen intensiven Austausch und eine gemeinsame Themenbearbeitung ermöglichen. In diesem Rahmen suchen wir weiterhin Akteur*innen, die an der Thematik interessiert sind und sich einbringen wollen. Gerne können Sie sich für die Mitarbeit in Arbeitsgruppen anmelden und sich mit Ideen für Themenschwerpunkte an uns wenden. Eingehende Themenvorschläge werden wir bündeln und Sie dann zu den jeweiligen Arbeitsgruppen einladen.

Folgende Arbeitsgruppen konnten bereits etabliert werden:

  • AG kommunale Netzwerke
  • AG zielgruppenspezifische Angebote
  • AG interdisziplinäres Fortbildungskonzept
  • AG Monitoring / Evaluation

Für die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen melden Sie sich bitte mit einer kurzen Nachricht und ggf. mit Themenvorschlägen an kristin.pomowski@sozialpsychiatrie-mv.de.
Weitere Informationen zu unseren Tätigkeiten innerhalb der Landeskoordination und unseren Newsletter finden Sie auf der Homepage des Landesverbands Sozialpsychiatrie M-V e. V.

Projekt "Schatzsuche" in 10 Kindertagesstätten im Landkreis MSE

Das Programm Schatzsuche wurde in 10 Kindertagesstätten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte implementiert.

Schatzsuche ist ein Eltern-Programm für Kindertageseinrichtungen, welches von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG), mit dem Ziel, das seelische Wohlbefinden und eine positive Entwicklung von Kindern zu fördern, konzipiert wurde. Der ressourcenorientierte Ansatz des Programms stellt die Stärken und Schutzfaktoren der Kinder als „Schätze“ in den Fokus der Aufmerksamkeit der Erwachsenen.

In Mecklenburg-Vorpommern wird die Schatzsuche gefördert durch die AOK Nordost - Die Gesundheitskasse. Die Koordination und Durchführung der Schatzsuche-Weiterbildung erfolgt durch die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LVG).

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

rehapro-Projekt

Das Praxisforschungsprojekt „IPS-ZIB“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ gefördert und verfolgt das Ziel, psychisch kranke Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf direkt aus der Krankenhausbehandlung durch frühzeitige an der Person orientierte evidenzbasierte Interventionen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu erreichen und zu unterstützen, sodass eine nachhaltige berufliche Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht wird. Im Rahmen des Projektes wird ein IPS-Coaching (Individual Placement and Support), das sich am evidenzbasierten Konzept des Supported Employment (SE) orientiert, in der Region Greifswald, im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und in der Region Bielefeld erprobt. Dabei handelt es sich um ein sehr individuell zugeschnittenes Rehabilitationsarrangement, das von einem Jobcoach begleitet und zusätzlich durch ein flexibles Maßnahme-Budget flankiert wird. Zielgruppe der Maßnahme sind Personen mit psychotischen oder affektiven Störungen mit komplexem Unterstützungsbedarf, für die eine erhebliche Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit besteht.

Das Modellprojekt „Zurück ins Berufsleben“ wurde unter der Koordinierung der DRV Nord von den Antragsberechtigten Partnern DRV Nord und DRV Westfalen beantragt. Die DRV Bund und DRV KBS sind Kooperationspartner. Weitere Projektbeteiligte in M-V sind das Berufsförderungswerk Stralsund GmbH, die Psychiatrische Klinik am Mediclin Müritz-Klinikum, die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums, die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Greifswald, das Evangelische Krankenhaus Bethanien gGmbH sowie der Landesverband Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. In Nordrhein-Westfalen sind die Stiftung Bethel Stiftungsbereich proWerk, das Evangelische Klinikum Bethel gGmbH und die Forschungsabteilung des Evangelischen Klinikums Bethel gGmbH an der Umsetzung des Projektes beteiligt.

Das Institut für Sozialpsychiatrie M-V e.V. begleitet die Umsetzung des Modellvorhabens in M-V und hat die Leitung der wissenschaftlichen Begleitung des Gesamtprojektes in M-V und NRW inne.
Projektbeschreibung auf der Website des Bundesprogramms «Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro

Gesamtleitung: Prof. Dr. Ingmar Steinhart
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Ingmar Steinhart und Prof. Dr. Martin Driessen
Wissenschaftliche Koordination: Prof. Dr. Andreas Speck
Forschungsteam in M-V: Julia Schreiter, Sarah Jenderny, Anke Wagner
Koordination des Modellprojektes in M-V: Antje Werner

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